Geschichte der Hansestadt Hamburg.

510: Hammaburg

Um 810 nach Christus ließ König Ludwig I. südlich der heutigen Petrikirche eine Fluchtburg bauen. Den Namen bekam die Festung, nach dem altsächsischen Wort Ham, das so viel wie Gelände am Fluß oder Sumpfgebiet bedeutete.

1106: Schauenburger

Herzog Lothar von Sachsen übergab Adolf I., der zum Schauenburger Geschlecht gehörte, die Grafschaft Holstein und Storman, zu denen auch Hamburg zählte. Die Schauenburger brachten Fortschritt und Wohlstand in die Stadt. Als Dank für die Hilfe Adolfs III. beim Kreuzzug ins Heiligen Land überreichte ihm der Kaiser am 7. Mai 1189 einen Freibrief für die Stadt Hamburg, der als deren Geburtsstein gilt.

1201: Hamburg wird dänisch

Nach einem Blitzangriff der Dänen am Heiligabend 1201 war Hamburg für die nächsten 26 Jahre unter dänischer Herrschaft. 1225 rächte sich Adolf IV. und fortan war Hamburg wieder deutsch.

1360: Hansestadt Hamburg

Der Eintritt in die Hanse zählt zu den wichtigsten Schritten Hamburgs hin zu einer der größten und bedeutendsten Städte Deutschlands. Die Hanse war eine lose Vereinigung mit ausschließlich wirtschaftlichen Interessen, der zur Hochzeit etwa 200 Städte im Nord- und Ostseeraum angehörten.

1410: Erste Verfassung

Nach einem Bürgeraufstand gegen die völlig frei handelten Räte beschlossen diese erste Regeln für Hamburg. Dazu gehörten unter anderem die Punkte, dass kein Bürger darf ohne Verhandlung verhaftet werden darf und dass der Rat erst die Zustimmung der Bürger einholen muss, bevor diese einen Krieg erklären.

1528: Hamburg wird evangelisch

Durchs Luthers 95 Thesen verbereitet sich der evangelische Glauben auch im katholisch geprägten Hamburg. Nach einem öffentlichen Streitgespräch kam es am 28. Februar 1528 endlich zur Reform in Hamburg. Im Gegensatz zu anderen Städten verlief der Wandel recht friedlich und blutige Ausschreitungen blieben aus.

1619: Größte deutsche Stadt

Mit geschätzen 40.000 Einwohnern war Hamburg am 31. Dezember 1619 die größte Stadt in Deutschland. Rund 10.000 dieser Menschen waren Ausländer, die aus wirtschaftlicher oder religiösen Gründen in die Hansestadt strömten. Mit ihrem neuen Wissen blühte das Handwerk und der Handel deutlich auf. Die dankbaren Einwanderer nannten daraufhin gegründete Straßen „Große Freiheit“ und „Kleine Freiheit“, die man heute auf der Reeperbahn finden kann.

1885: Freihafen

Von 1885 bis 1912 entstand die heute weltberühmte Speicherstadt. Für den Bau wurden rund 24.000 Menschen nach Hammerbrock und Barmbek umgesiedelt. Mit den neugotischen Treppengiebeln, Türmchen, Spitzbögen und Kupferhauben versuchte Oberingenieur Andreas Meyer an die glanzvolle Hansezeit anzuknüpfen. Mit dieser wichtigen für den Handel so wichtigen Infrastruktur wurde Hamburg endgültig zum Tor zur Welt.

1919: Demokratische Wahlen

Die ersten freien demokratischen Bürgerschaftswahlen fanden am 16 März 1919 statt. die auch noch heute stark vertretene SPD erreichte dabei 50,5 Prozent der Stimmen. Werner von Melle wurde zum Ersten Bürgermeister und Präsidenten des Senats gewählt.

1949: Bundesland Hamburg

Seit 1949 ist die freie Hansestadt Hamburg gleichzeitig ein eigenes Bundesland der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Dadurch bieten sich der Stadt mit ihren rund 1,8 Million Einwohnern viele politische und wirtschaftliche Vorteile.